ZAHLEN ZUM TAG. TV-Beiträge, die die Partei auf ihrem Youtube-Kanal präsentiert, werden nur wenige tausend Mal aufgerufen. Wenn überhaupt.
Da hat’s was, was für die Sozialdemokratie beunruhigend ist: Im vergangenen Herbst hat die Bundesparteiorganisation bzw. ihr Parlamentsklub einen eigenen Youtube-Kanal gestartet. Titel: SPÖ eins. Darüber berichtet worden ist viel. Sprich: Entsprechend viele Menschen in Österreich sind darauf aufmerksam gemacht worden. Auch wenn der Fokus in den Berichten eher auf der Tatsache lag, dass sich eine geförderte Partei quasi ihren eigenen Journalismus macht, während unabhängiger Journalismus existenziell bedroht ist.
Viel gesehen sind die Beiträge, die meist unter dem Titel „Wochenrückblick“ laufen, jedoch nicht: Ein Weihnachtsinterview mit Parteichef, Vizekanzler „Andi“ Babler wurde bis zum 12. Jänner rund 5000 Mal aufgerufen. Und das ist noch ein eher überdurchschnittlicher Wert: Vom Premierenbeitrag (22.266 Aufrufe) abgesehen gab es meist weniger. Der Jahresrückblick 2025 hatte bis zum 12. Jänner nur 1000 Aufrufe.
Am Versuch, pointiert zu sein, liegt es nicht. Gerne wird zugespitzt, ist zum Beispiel davon die Rede, wie Superreiche den Staat oder Supermärkte „uns“ abzocken würden. Das Problem der Partei ist, dass sie so zumindest auf Youtube keine Reichweiten erzielt und ihre Ressourcen eher verschwendet.
