„Nichtwähler“ sind Van der Bellens einzige Hoffnung

ZAHLEN ZUM TAG. Vor allem ehemalige ÖVP-Anhänger machen es dem Kandidaten schwer, sich gegen Hofer doch noch durchzusetzen.

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ZAHLEN ZUM TAG. Vor allem ehemalige ÖVP-Anhänger machen es dem Kandidaten schwer, sich gegen Hofer doch noch durchzusetzen.

Jeder Dritte hat im ersten Durchgang der Bundespräsidenten-Wahlen für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gestimmt, jeder Fünfte für den ehemaligen Grünen-Chef Alexander Van der Bellen. Sich in der Stichwahl doch noch durchzusetzen, wird für diesen schwer. Seine einzige Hoffnung sind die bisherigen Nichtwähler.

Zwei Daten machen den Vorteil Hofers deutlich: Von all jenen, die bei der Nationalratswahl 2013 SPÖ, ÖVP, das Team Stronach oder die NEOS gewählt haben, stimmten diesmal laut SORA/ORF-Erhebung 556.000 für ihn – und nur 363.000 für Van der Bellen. Wobei bemerkenswert ist, dass es vor allem ehemalige Anhänger der Volkspartei zum Freiheitlichen zog; 266.000 haben ihm am 24. April ihre Stimme gegeben – und nur 74.000 seinem Mitbewerber aus den Reihen der Grünen.

Auf der anderen Seite haben zwar immerhin 536.000 SPÖ-, ÖVP-, Team-Stronach und NEOS-Wähler des Jahres 2013 für Irmgard Griss gestimmt; selbst wenn sie nun aber geschlossen zu Van der Bellen wechseln würden, würde er noch immer nur auf 1,47 Millionen Stimmen kommen – weniger, als Hofer im ersten Wahlgang erreicht hat (1,50 Millionen).

Will sich Van der Bellen in der Stichwahl am 22. Mai durchsetzen, muss er vor allem also auch Nichtwähler vom 24. April mobilisieren; das waren immerhin 2,13 Millionen.

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