Lunacek 100, Hofer 41

ZAHLEN ZUM TAG. Beim ORF-Duell hat die Grünen-Spitzenkandidatin viel mehr Interesse bei den Zusehern ausgelöst als der freiheitliche Vizeparteichef. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Beim ORF-Duell hat die Grünen-Spitzenkandidatin viel mehr Interesse bei den Zusehern ausgelöst als der freiheitliche Vizeparteichef.

Wenn man bedenkt, wie schwer sich Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek vor einer Woche im Duell mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf Puls 4 getan hat; und wie sehr sie damals letzten Endes auch in puncto Interesse bei den Zusehern gegen diesen untergangen ist. Und wenn man im Übrigen berücksichtigt, dass ihr diesmal niemand geringerer gegenübergesessen ist als der erfolgreichste aktive FPÖ-Politiker, dann ist das Ergebnis eine Überraschung: Während und auch nach des ORF-Duells am Montagabend hat sie durchgehend mehr Suchanfragen im Internet nach sich ausgelöst als Norbert Hofer.

Dazu muss man wissen: Wer oder was die Österreicher beschäftigt, danach googeln viele. Sie wollen mehr, neues oder was auch immer erfahren. Das Ergebnis einer solchen Auswertung, die auf Google Trends möglich ist, sagt nicht, wie gut ein Kandidat ankommt. Es ist für diesen aber schon wichtig, dass er mit seinen Botschaften so weit durchdringt, dass sich möglichst viele Leute damit auseinandersetzen.

Gleich einmal nach Beginn des Duells am Montagabend erreichte Lunacek den Spitzen- und zugleich Referenzwert von 100. Also die meisten Suchanfragen nach sich. Gemessen daran war der Abend für Hofer ein Debakel: Er musste sich mit einem Wert von 41 begnügen. Nicht einmal halb so viele Suchanfragen im Maximum also. Pikant: Während der Nachberichterstattung in der ZiB 2 schaffte Lunacek noch einmal eine größere Nachfrage – und kam ebenfalls auf einen Wert von 41, Hofer dagegen nur noch auf neun.

Die Interpretation dieses Ergebnisses ist natürlich rein spekulativ. Gegenüber der Auseinandersetzung mit Strache eine Woche davor wirkte Lunacek diesmal aber konzentrierter und auch angriffslustiger. Was in ihrem Fall schon aus rein strategischen Gründen ziemlich vernünftig war: Wann kann eine Linkspolitikern eher Profil zeigen als gegen einen Rechtspolitiker? Umgekehrt hat die FPÖ mit Hofer so gesehen möglicherweise eine wichtige Chance ausgelassen, sich ebenfalls zu profilieren

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