Wohnungspreise: In Wien wurde viel zu wenig gebaut

ZAHLEN ZUM TAG. In allen Bundesländern hat die Zahl neuer Wohnungen in den vergangenen Jahren das Bevölkerungswachstum übertroffen. Und zwar weit. Nur in Wien ist es umgekehrt. 

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ZAHLEN ZUM TAG. In allen Bundesländern hat die Zahl neuer Wohnungen in den vergangenen Jahren das Bevölkerungswachstum übertroffen. Und zwar weit. Nur in Wien ist es umgekehrt.

Vor allem in den Städten wird Wohnen zunehmend zu einem Thema, das auf der politischen Agenda ganz oben steht. Immer mehr Menschen tun sich schwer, zu einer erschwinglichen Unterkunft zu kommen. In Innsbruck hat Grünen-Kandidat Georg Willi vor seiner Wahl zum Bürgermeister ganz besonders darauf gesetzt. In Wien hat Rot-Grün zur Entspannung der Lege gerade eine neue Flächenwidmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ geschaffen.

In der Bundeshauptstadt ist das Problem alles in allem am größten. Kein Wunder. In den vergangenen Jahren wurde viel zu wenig gebaut; und das fällt hier, wo die öffentliche Hand eine wesentliche Rolle in diesem Bereich spielt (Stichwort „Gemeindebau“, Stichwort „Sozialbau“) naturgemäß auch ein Stück weit in die politische Verwantwortung.

Wie auch immer: In allen Bundesländern sind 2006 bis 2016 deutlich mehr Wohnungen fertiggestellt worden als die Bevölkerung zugenommen hat. In Kärnten entstanden 60.733 Wohnungen, das Bevölkerungsplus betrug aber nur 1646. Die meisten Wohnungen entstanden in Niederösterreich; 186.695 nämlich. Das übertraf das Bevölkerungswachstum um mehr als das Doppelte. In Wien ist es umgekehrt: In der Stadt lebten 2016 um 196.521 mehr Menschen als 2006, es sind jedoch nur 106.856 Wohnungen errichtet worden.

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