„Schaffa, schaffa, Hüsle baua“ war einmal

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ZAHLEN ZUM TAG. In Vorarlberg gibt es seit einigen Jahren mehr Wohnungseigentümer und Mieter als Hausbesitzer.

„Schaffa, schaffa, Hüsle bauer“ ist ein klassisches Klischee, das mit Vorarlbergern in Verbindung gebracht wird. Der Alemanne hat demnach vor allem diesen einen Lebensinhalt: Arbeiten, um sich den Traum von einem Eigenheim realisieren zu können. Das Klischee ist nicht ganz unbegründet: Lange Zeit ging es wirklich in diese Richtung. Doch das ist Vergangenheit.

Das zeigt auch ein Blick auf die Wohnsitz-Daten, die die Statistik Austria führt: Seit einigen Jahren gibt es demnach auch im äußersten Westen der Republik mehr Wohnungseigentümer und Mieter als Hausbesitzer. Kein Wunder: Viele In- und Ausländer kommen und gehen, nur ein Teil macht sich sesshaft. Und vor allem ist Grund und Boden sowie Bauen extrem teuer geworden. Sprich: Man kann gar kaum noch genug arbeiten, um die Kosten bewältigen zu können.

Doch zurück zur Statistik: 2004 gab es in Vorarlberg rund 65.900 Hauseigentümer. Die Zahl der Wohnungseigentümer und Mieter war mit 64.900 etwas niedriger. Mittlerweile haben sich die Verhältnisse gedreht. Und zwar deutlich: 2018 gab es mit 89.000 wesentlich mehr Wohnungseigentümer und Mieter als Hauseigentümer (70.800). Ein Blick in die Detailauflistung zeigt sogar, dass die Zahl der Mieter allein mit 64.200 darauf und dran ist, bald jene der Hauseigentümer zu überholen.

Die Statistik-Austria-Daten basieren auf dem sogenannten Mikrozensus. Das ist eine extrem große Befragung mit mehreren tausend Teilnehmern, auf deren Basis dann Hochrechnungen durchgeführt werden, die der Wirklichkeit sehr erfahrungsgemäß nahekommen.

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