Presseförderung auf Wienerisch

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ZAHLEN ZUM TAG. Gemessen an der Bevölkerung gibt die Bundeshauptstadt fünf Mal mehr für Inserate aus als das nächstfolgende Bundesland – und setzt dabei auf den Boulevard.

Öffentliche Inserate von Gebietskörperschaften gehen eher nur von Wien aus: Für den Bund wiesen sämtliche Ministerien (inkl. Kanzleramt) im ersten Quartal dieses Jahres ein Gesamtvolumen von 7,9 Millionen Euro aus. Daneben butterte noch die Stadt Wien kräftig rein; ohne Beteiligungsunternehmen kam sie auf 5,2 Millionen Euro.

Die 5,2 Millionen Euro entfallen knapp zur Hälfte auf den Boulevardsektor bzw. Heute (753.000 Euro), Krone (745.000 Euro) und Österreich (390.000 Euro) sowie dazugehörige oder verwandte Titel wie „Österreich AM SONNTAG“ (198.000 Euro) und „www.krone.at“ (87.000 Euro).

Doch zurück zum Gesamtvolumen: Alle übrigen Bundesländer zusammen wiesen im ersten Quartal ein Volumen von 2,1 Millionen Euro aus. Auch in ihrem Fall sind Beteiligungsunternehmen nicht berücksichtigt. In absoluten Zahlen hinter Wien folgen Oberösterreich (754.000 Euro) und Niederösterreich (563.000 Euro).

Das ist jedoch relativ. Pro 100.000 Einwohner erreichte Wien eine Summe von 270.000 Euro. Das ist fünf Mal mehr als das nächstfolgende Land, nämlich das Burgenland mit 56.000 Euro. Am Ende der Liste rangiert Salzburg mit gerade einmal 3427 Euro.

Natürlich: Man kann Wien nur bedingt mit anderen Ländern vergleichen, es ist im Unterschied zu diesen zugleich auch Gemeinde. Andererseits: Die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz weist für Inserate im ersten Quaral null Euro aus, Graz (Steiermark) bringt es auf 159.072,80 Euro.

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