Kärntnerinnen zieht’s noch am ehesten zum Heer

ZAHLEN ZUM TAG. Frauenanteil in der österreichischen Landesverteidigung nach wie vor verschwindend klein.

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ZAHLEN ZUM TAG. Frauenanteil in der österreichischen Landesverteidigung nach wie vor verschwindend klein.

Seit 1998 können sich auch Frauen freiwillig zum Dienst beim österreichischen Bundesheer melden. Getan haben dies bisher freilich nur verhältnismäßig wenige. So beträgt ihr Anteil in der Grundorganisation nach wie vor nur 2,2 Prozent, wie der scheidende Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung berichtet.

Seit 2003 werden die Meldungen elektronisch erfasst. In dieser Zeit bis Dezember 2015 gab es insgesamt 3041, wobei die meisten mit 568 in Wien erfolgten (siehe Grafik). Setzt man die Meldungen in Relation zur jeweiligen Bevölkerung, so fällt auf, dass Kärnten mit 0,71 pro 1000 Einwohner die mit abstand höchste Quote erreicht. Am anderen Ende rangiert Vorarlberg, wo es allerdings kaum noch Heereseinrichtungen gibt, mit 0,18.

Viele Soldatinnen sind Sportlerinnen; zuletzt waren es 84. Weitere 25 sind als Ärztinnen tätig.

Laut Klug gibt es Bemühungen, mehr Frauen fürs Bundesheer zu gewinnen. So soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert werden, z.B. durch „temporäre Kinderbetreuung“.

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