Geänderte Mehrheitsverhältnisse

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ZAHLEN ZUM TAG. In den Ländern liegen ÖVP und SPÖ alles in allem weit unter den Stimmenanteilen, die sie in den 2000er Jahren hielten.

Zugegeben, das Ergebnis überrascht: Zählt man alle Landtagswahlergebnisse zum Stichtag 1. Jänner 2010 zusammen und vergleicht sie mit den aktuellen, dann ist nicht die SPÖ die größte Verlierern, sondern die ÖVP. Alle übrigen Parteien haben zugelegt.

Die ÖVP ist von 40,5 auf 32,8 Prozent „eingebrochen“. Wie das? In bevölkerungsreichen Ländern wie Wien und Oberösterreich hat sie in den vergangenen Jahren massiv verloren. Auch in Niederösterreich und nun eben der Steiermark liegt sie unter ihrem Niveau der 2000er Jahre. Das führt eben dazu, dass sie in den Ländern summa summarum nur noch auf einen Stimmenanteil von einem Drittel kommt.

Pikant: Trotzdem hat sie in Salzburg und in der Steiermark den „Landeshauptmann“ zurückerobern können. Grund: Als relativ stärkste Partei ist sie zum Zug gekommen bzw. hat den Posten in der Steiermark 2015 von der SPÖ quasi geschenkt bekommen.

Die SPÖ hat auf Länderebene von 31,8 auf 26,5 Prozent verloren. Sie steht heute überall schwächer da als vor zehn Jahren.

Anders schaut es (noch) bei den übrigen Parteien aus: Die Freiheitlichen haben bei weitem noch nicht alles verloren, was sie seit Mitte der 2000er Jahre gewonnen hatten. In den Ländern lagen sie inklusive BZÖ zum 1. Jänner 2010 bei 15,9 Prozent. Heute handelt es sich um 21,8 Prozent. Die Grünen haben von 8,4 auf 9,6 Prozent zugelegt, die Neos erreichen 4,9 Prozent.

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