Pandemie trifft zunehmend Ältere

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ZAHLEN ZUM TAG. Anteilsmäßig werden immer weniger Jüngere und immer mehr ab 65-Jährige positiv getestet. Ein Argument für Schulschließungen ergibt das nicht. Im Gegenteil.

COVID-19-Experten haben schon im Sommer gewarnt: Es war damals zwar beruhigend, dass eher Jüngere positiv getestet wurden, dabei konnte es jedoch kaum bleiben. Im Alltag gibt es ganz einfach Kontakte, die dazu führen, dass im Laufe der Zeit auch immer mehr Eltern und Großeltern, also Ältere, infiziert werden.

Das ist nun sichtbar: Die Ampelkommission veröffentlicht auf ihrer Website wöchentlich „Indikatoren zur Risikoeinstufung“. Dabei weist sie auch die Verteilung positiver Testergebnisse nach Altersgruppen aus. Im Bericht, der in der 39. Kalenderwoche erschien, betrug der Anteil der unter 20-Jährigen immerhin 21 Prozent. 20 bis 49-Jährige brachten es auf 43 Prozent. Der Anteil der 50-Jährigen belief sich auf 37 Prozent, wobei sieben Prozentpunkte auf ab 65-Jährige entfielen.

Zuletzt, Anfang November bzw. im Bericht von der 45. Kalenderwoche, schauten die Verhältnisse anders aus. Da waren mit 54 Prozent mehr als die Hälfte ab 50 bzw. 14 Prozent ab 65 – Personen also, die schon allein aufgrund des Alters mit einem schwereren Erkrankungsverlauf rechnen müssen.

Der Anteil der Jüngeren ist gesunken – der der 20- bis 49-Jährigen von 43 auf 33 und der der unter 20-Jährigen von 21 auf 13 Prozent. Letzteres ist bemerkenswert. Zusammenkünfte in der Schule, die sich erst nach dem Sommer ergaben, dürften das Infektionsgeschehen demnach nicht befeuert haben. Schulschließungen drängen sich von daher nicht auf. Im Gegenteil.

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