Nicht mehr einzufangen

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ZAHLEN ZUM TAG. Durchseuchung läuft. In eidgenössischen Tourismusregionen zeigt sich, wie Omikron außer Kontrolle geraten kann. Was das bedeutet, ist jedoch offen.

„Die Durchseuchung lässt sich so nicht mehr aufhalten“, teilte der eidgenössische Kanton Graubünden am Montag mit, seine Teststrategie aufgeben zu müssen. Bisher hatte man versucht, unter anderem auch in möglichst vielen Betrieben regelmäßig zu testen. Das geht nicht mehr. Man muss sich auf besonders sensible Bereiche beschränken. Die Auswertung der Proben dauert zu lange, um Infektionsketten nach einem positiven Ergebnis wirkungsvoll unterbrechen zu können. Es gibt ganz einfach viel zu viele Fälle. Ein Hinweis für Österreich.

Graubünden ist um ein paar Tage früher dran in der Omikron-Welle. Seit Ende des vergangenen Jahres hat sich die Inzidenz bestätigter Infektionen auf knapp 3500 (am 10. Jänner) verdreifacht. Jetzt sind Entwicklungen also außer Kontrolle geraten.

Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Spitalspatienten noch relativ stabil ist. Im 200.000 Einwohner-Kanton handelt es sich aktuell um 32. Allerdings ist offen, wie sehr und mit welcher Verzögerung auf das Infektionsgeschehen es auch hier zu einer Veränderung kommen wird. Problem: Handlungsmöglichkeiten gibt es im Falle des Falles kaum noch welche. Größer ist im Moment dieses Problem: Fünf Prozent der Bevölkerung sind in Quarantäne oder Isolation.

Graubünden ist vergleichbar mit touristischen Regionen in Österreich, in denen die Inzidenz ebenfalls extrem hoch ist (was auch, aber nicht nur damit zu tun hat, dass sie sich auf die Bevölkerung bezieht). Zum Kanton gehören weltberühmte Orte wie Davos und St. Moritz.

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