Etwas beruhigendere Zahlen

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ZAHLEN ZUM TAG. In Oberösterreich, viel mehr noch aber in Schweden gab es zuletzt auffallend wenige schwerwiegende COVID-19-Fälle.

Auf die Zahl der bestätigten COVID-19-Infektionen fixiert zu sein, tut nicht gut: Es macht nervös. Im Übrigen ist es auch nicht gut: Die Aussagekraft ist beschränkt. Zumindest ebenso wichtig ist die Information, wie schwerwiegend die Krankheitsverläufe sind. Und dazu gibt es zumindest etwas beruhigende Zahlen aus Oberösterreich, viel mehr noch aber aus Schweden.

Von 16. bis einschließlich 6. Juli sind in Oberösterreich – alarmierende – 432 bestätigte Neuinfektionen gemeldet worden. Zugleich aber gab es in diesem Zeitraum nur 21 neue Spitals- und zwei neue Intensivpatienten sowie null Todesfälle, wie den Angaben des Gesundheitsministeriums zu entnehmen ist (Stand: jeweils acht Uhr).

ORF.AT hat über mögliche Gründe geschrieben. Erklärungen: Es wird früher getestet. Nicht nur Leute also, die über Symptome klagen, sondern auch andere, in Schlachthöfen beispielsweise. So wird das Virus eher entdeckt als dies etwa im März der Fall war. Im Übrigen sind überwiegend Jüngere betroffen. Und schließlich könnte das Virus mutiert sein.

Was man bei den erwähnten Angaben aus Oberösterreich berücksichtigen muss, ist natürlich dies: Wer heute positiv getestet wird, kann unter Umständen erst morgen oder übermorgen zu einem schweren Krankheitsfall werden. Sprich: Aussagekräftiger werden diese Zahlen erst in einigen Wochen, wenn mehr Krankheitsverläufe abgeschlossen sind.

Wenden wir uns also Schweden zu. Dort hat es im Juni gut doppelt so viele Neuinfektionen wie im April und im Mai gegeben; im siebentätigen Mittel bis zu 1136 nämlich. Die Zahl der neuen Intensivpatienten und der Todesfälle hat sich jedoch dem einstelligen Bereich angenähert bzw. diesen zuletzt sogar erreicht. Vorbehalt: Die Nachmeldung einzelner Fälle. Bemerkenswert ist aber eben, dass es Anfang April bei deutlich weniger Infektionen im Mittel bis zu 99 Intensivpatienten und 44 Todesfälle gegeben hat. Ein Grund: Vor allem in Pflegeheimen hatte sich das Virus damals ausgebreitet; dieses Drama scheint vorbei zu sein.

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