Was Frauen zurückhält

ANALYSE. Kinderbetreuung ist nach wie vor weiblich und der wichtigste Grund für eine bloße Teilzeitbeschäftigung. Umso wichtiger wäre es, die Angebote auszubauen.

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ANALYSE. Kinderbetreuung ist nach wie vor weiblich und der wichtigste Grund für eine bloße Teilzeitbeschäftigung. Umso wichtiger wäre es, die Angebote auszubauen.

Statistik zum Start der Eintragungswoche für das Frauen-Volksbegehren: Der wichtigste Grund dafür, dass Frauen weniger verdienen, ist, dass sie eher nur teilzeitbeschäftigt sind. Beträgt der Anteil bei ihnen ganze 47,7 Prozent, so sind es bei den Männern gerade einmal 11,9 Prozent. Jede Zweite vs. jeder Achte also (Quelle: Statistik Austria, Stand 2017).

Abgesehen davon, dass das auch Karrierechancen nimmt, lohnt es sich wieder einmal, der Frage nachzugehen, warum Frauen nur Teilzeit arbeiten. Hauptgrund: Betreuungspflichten. Eine detailliertere Aufschlüsselung dazu ist einer Studie aus dem Jahr 2014 zu entnehmen, die das Österreichische Institut für Familienforschung gemeinsam mit der Universität Wien erstellt hat.

Betreuungspflichten gegenüber Kindern oder erwachsenen Angehörigen sind für lediglich 4,4 Prozent aller 15- bis 64-jährigen Männer, aber 37,5 Prozent der Frauen ausschlaggebend dafür, dass sie nicht Vollzeit erwerbstätig sein können. Noch aussagekräftiger sind die Ergebnisse für alle 25- bis 49-Jährigen mit Kindern (unter 15): In diesem Fall bleibt zwar immerhin 24,4 Prozent der Männer, aber ganzen 80,3 Prozent der Frauen nur Teilzeit.

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