Risikogebiet Österreich

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BERICHT. Die Frage ist nicht, ob man ins Ausland verreisen darf, sondern, ob man dort willkommen ist.

Das Problem mit dem Wintertourismus hat Österreich gelöst: Aus einem Staat mit mehr als 100 bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner und in 14 Tagen darf man nicht einreisen. Weder mit dem Auto noch mit einem anderen Verkehrsmittel; es sei denn, man begibt sich in Quarantäne.

In Anbetracht sehr hoher Werte kann das vernünftig sein. Allerdings in beide Richtungen. Genauer: Auch Menschen, die in Österreich leben, werden kaum irgendwo willkommen sein. Diesbezüglich ist ein Blick auf die Website des „Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten“ ernüchternd.

Hier gibt es einen aktuellen Überblick über die 14-Tage-Inzidenz-Werte aller EU- und einiger anderer Staaten. Bei nur zwei davon stehen weniger als 100: bei Island (56) und bei Irland (84).

Ein Blick auf die Website des österreichischen Außenministeriums zeigt jedoch, dass man sich nicht einmal nach Island begeben sollte: Dazu heißt es dort wörtlich: „Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19). Mit anhaltenden Einschränkungen im Flug- und Reiseverkehr sowie weitgehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben ist bis auf weiteres zu rechnen. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen wird daher abgeraten.“ Wer sich dennoch nicht davon abhalten lässt, muss in Island zwei Wochen in Quarantäne, es sei denn, er lässt sich zwei Mal testen und kann negative Ergebnisse vorweisen.

Für Österreich wird eine 14-Tage-Inzidenz von 796 angegeben. Das ist viel höher als etwa für Deutschland (303), aber auch höher als für Italien (634) oder Ungarn (669). Höher als in Österreich ist der Wert lediglich in Liechtenstein (891), Slowenien (971), Litauen (993), Kroatien (1076) und Luxemburg (1209).

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