PCR-Tests: Worauf wird gewartet?

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ZAHLEN ZUM TAG. Nach wie vor werden außerhalb Wiens so gut wie keine Tests durchgeführt, die Voraussetzung dafür sind, die Delta-Variante erkennen zu können.

In Teilen Europas breitet sich die Delta-Variante rasend schnell aus. In Großbritannien wurden am 28. Juni 22.868 bestätigten Neuinfektionen gemeldet. Damit nähert sich das Niveau dem der zweiten Welle vom vergangenen Herbst. Relativ entspannt bleibt die Lage vorerst in den Spitälern; bisher gab es viel weniger Schwerkranke als in der Vergangenheit. Ursprünglich geplante Lockerungen wurden zuletzt jedoch ausgelassen, in Portugal kam es aufgrund der Ausbreitung der Variante dagegen schon wieder zu Verschärfungen.

Und Österreich? Als Präventivmaßnahme empfiehlt hier das Gesundheitsministerium, PCR-Tests auszuweiten. Sie sind Voraussetzung dafür, dass die Variante erkannt werden kann. Allein: Derartige Tests werden nach wie vor eher nur in Wien durchgeführt. In der Woche bis zum 28. Juni wurden bundesweit 829.955 erfasst, wie sich auf Basis der Ressortangaben ermitteln lässt; auf die Bundeshauptstadt entfielen 732.952 bzw. 88 Prozent davon. Das Geheimnis: Im Rahmen der Kampagne „Alles gurgelt“ existiert hier ein niederschwelliges Angebot, das offenbar auch genützt wird.

Pro 100 Einwohner gab es in der Woche 9,3 Tests in ganz Österreich. In Wien waren es 38,1. Niederösterreich erreicht mit gerade einmal 2,7 die zweithöchste Inzidenz, gefolgt von Tirol (1,9) und Salzburg (1,4). Am niedrigsten ist dieser Wert in Oberösterreich und Vorarlberg mit jeweils nur 0,5.

Wien hielt – am 28. Juni – auch die meisten bestätigten Neuinfektionen. Mit 19,2 pro 100.000 Einwohner und Woche waren es aber „nur“ rund zweieinhalb Mal mehr als bundesweit (8,4) und etwa doppelt so viele wie in Vorarlberg (neun).

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