Impfung: Österreich im hinteren Viertel

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BERICHT. Die meisten EU-Staaten sind schon weiter. Auch hierzulande wäre mehr möglich.

Bei den Coronaimpfungen würde es für Österreich Luft nach oben geben. Laut europäisches Gesundheitsbehörde ECDC ist dreieinhalb Prozent der Bevölkerung zumindest eine erste Dosis verabreicht worden. Nur in sieben EU-Staaten sind es weniger, darunter Tschechien und Italien mit jeweils 3,3 Prozent. Deutschland liegt bei vier Prozent. Bei Polen, Finnland, der Slowakei und Dänemark handelt es sich schon um mehr als fünf Prozent. Für das kleine Malta werden 9,6 Prozent ausgewiesen.

Freilich: Wie man allein schon aus Österreich weiß, sind Daten in der Pandemie mit Vorsicht zu genießen. ECDC hat hier Erläuterungen zu den erwähnten Prozentwerten gemacht. Im Übrigen kann es unterschiedliche Strategien geben. Nicht alle Länder verimpfen in einem ersten Schritt möglicherweise nur so viel, dass sich auch sicher eine zweite Dosis nach kurzer Zeit ausgeht.

Wieviele Impfungen in Österreich genau erfolgt sind, kann nicht einmal das hiesige Gesundheitsministerium sagen. Im elektronischen Impfpass eingetragen seien (Stand 18. Februar, elf Uhr) Insgesamt 418.055  Impfungen (erste und zweite Dosis). Dazu heißt es jedoch: „Die Infrastruktur zur flächendeckenden Eintragung in den e-Impfpass befindet sich noch im Aufbau. Die Einmeldequote beträgt derzeit ca. 90%.“

In die Bundesländer ausgeliefert worden sind laut Gesundheitsministerium bisher 468.071 Impfdosen. Das wären rund 50.000 mehr als bisher verabreicht worden sind. Nach Österreich geliefert worden sind laut Ressort von den Herstellern BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca insgesamt schon 546.345 Dosen. Gut ein Viertel ist demnach noch nicht verabreicht worden.

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