Im besten Alter

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ZAHLEN ZUM TAG. Zuwanderer sind eher jung. Daher sind sie auch mit größerer Wahrscheinlichkeit Nettozahler.

Freiheitliche tun es genauso wie die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP): Ausländern nachsagen, dass sie nichts einzahlen würden. Damit wird eine Vorstellung bestätigt, die falsch ist, sich in Teilen der Bevölkerung jedoch hartnäckig hält und dazu führt, dass Sozialhilfen gekürzt und im Gesundheitswesen nur noch eine „Basisversorgung“ gewährt werden soll.

In Wirklichkeit dürften die meisten Zuwanderer eher früher als später Nettozahler sein. Das lässt sich allein schon daraus schließen, dass eben all die Geflüchteten, die seit 2015 nach Österreich gekommen sind, in Summe keine Nettoempfänger mehr sein dürften, wie das industrienahe Institut „Eco Austria“ in einer Studie festgestellt hat (vgl. Bericht dazu hier).

Viele Menschen mag das überraschen. In Wirklichkeit ist es kein Wunder: Zu gern wird übersehen, dass die meisten Nettoempfänger Ältere sind: Das hat damit zu tun, dass es ab 60, 65 eine Pension gibt und zunehmend Gesundheits- und irgendwann vielleicht auch Pflegeleistungen benötigt werden. Darauf entfällt ein großer Teil der Staatsausgaben.

Nicht-österreichische Staatsangehörige hierzulande fallen hier weniger ins Gewicht. Sie sind Jünger: Beträgt der Anteil der ab 75-Jährigen bei Österreichern zwölf Prozent, handelt es sich in ihrem Fall nur zum zweieinhalb Prozent. In Ihrem Fall sind 88 Prozent unter 60, bei Österreichern hingegen nur 69 Prozent.

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