Diskont-Tankstelle Österreich

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BERICHT. In den Niederlanden kostet eine Tankfüllung Benzin um die Hälfte mehr. Kein Wunder: So günstig wie hierzulande ist Sprit kaum wo.

Zumindest Tanken ist in Österreich billig. Und zwar spottbillig, wenn man sich den internationalen Spritpreisvergleich anschaut, den der deutsche Autofahrerklub ADAC für 16 europäische Länder führt. Wenn man bedenkt, dass Verkehr der „CO2-Ausstosstreiber“ schlechthin ist, ist das bemerkenswert.

In Österreich zahlte man Mitte Jänner für 50 Liter Benzin 62 Euro, wie sich auf Basis der Literpreise ermitteln lässt, die der ADAC ausweist. Pikant: Beim Diesel ist die Sache trotz „Dieselprivileg“ mit 61 Euro kaum günstiger. Was zeigt, dass die Abschaffung dieses Privilegs allein möglicherweise keine spürbare Wirkung mehr hätte, zumal im Übrigen ohnehin schon mehr Benzin-Autos gekauft werden.

Am teuersten ist Tanken in den Niederlanden: Für eine 50-Liter-Füllung Benzin zahlt man dort nicht 62, sondern 90,50 Euro und bei Diesel handelt es sich nicht um 61, sondern um 75 Euro. Teurer als in Österreich ist Sprit außerdem in Dänemark, Griechenland, Italien, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, Deutschland, Kroatien, Spanen, Slowenien und Tschechien.

Im Durchschnitt aller 16 ausgewiesenen Länder handelt es sich um 72,50 für 50 Liter Benzin und 69 Euro für die gleiche Menge Diesel. Günstiger als in Österreich ist’s nur Luxemburg und Polen – aber nur unwesentlich (siehe Grafik).

Ob eine Erhöhung der Mineralölsteuer, über die der Spritpreis staatlich beeinflusst werden kann, in Österreich unter der türkis-grünen Regierung kommen wird, ist offen. Es könnte sich um einen Teil einer ökologischen Steuerreform handeln. Diesbezüglich ist aber nicht einmal die Abschaffung des Dieselprivilegs fixiert. Die Grünen sind dafür, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ist dagegen. Vereinbart ist vorerst nur eine CO2-abhängige Staffelung der Normverbrauchsabgabe, die beim Autokauf anfällt.

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