CoV: Stecker gezogen

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ZAHLEN ZUM TAG. In ersten Ländern „implodiert“ die Zahl bestätigter Neuinfektionen. Österreich ist noch entfernt davon.

Man muss bei Angaben zum Infektionsgeschehen vorsichtig sein, zumal es gerade bei sehr hohen Zahlen auch eine sehr hohe Dunkelziffer geben dürfte. Die Entwicklungen in einigen Ländern sind jedoch bemerkenswert. Man könnte glauben, es sei ein Stecker gezogen worden: So sehr bestätigte Neuinfektionen im Rahmen der Omikron-Welle explodiert sind, so sehr brechen sie nun ein.

Das zeigt ein Blick auf die Angaben, die auf der Seite „Our World in Data“ ausgewiesen sind. In Großbritannien sind im gleitenden, siebentägigen Mittel am 9. Jänner 2607 Neuinfektionen pro Million Einwohner bestätigt worden. Das war der absolute Spitzenwert. Zuletzt handelte es sich mit 1354 um etwa halb so viele. Ähnlich, aber auf niedrigerem Niveau, war die Entwicklung in Kanada. Oder in Griechenland, wo am 9. Jänner gar ein Wert von 3400 erreicht wurde; mittlerweile handelt es sich um knapp 1800. Auch in Australien gibt es einen starken Rückgang, er ist aber noch so „jung“, dass erst ein Trend daraus werden muss. Dasselbe gilt zum Beispiel für die USA.

Was die Belastbarkeit der Daten stärkt, ist die Entwicklung der Hospitalisierungen. Diesbezüglich gibt es in mehreren Ländern eine Stabilisierung oder gar einen Rückgang der Neuaufnhamen (z.B. in Großbritannien).

In Österreich ist es noch nicht so weit. Das Prognosekonsortium des Gesundheitsministerium rechnet sowohl mit einer vorerst anhaltenden Zunahme bestätigter Infektionen als auch der Patienten, die stationär behandelt werden müssen.

Anmerkung: Bei der Abgebildeten Grafik handelt es sich um einen Screenshot von der Seite „Our World in Data“ vom 21. Jänner.

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4 Kommentare
  1. Werner 8 Monaten ago

    Die Frage wäre halt nur, ob die „Implosion“ auf die „gestoppte“ Verbreitung des Virus (Sättigung) oder (zumindest zum Teil) auf die Testungen (vollkommene Überlastung der Testsysteme/-logistik) zurückzuführen ist.

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    • Johannes Huber 8 Monaten ago

      Der wohl vorhandenen Überlastung der Testsysteme steht eben die Entwicklung in den Spitälern entgegen: Sie stützt die Annahme, dass die Welle da und dort wirklich zurückgeht.

      Reply
      • Werner 8 Monaten ago

        Nicht notwendigerweise unter dem Aspekt, dass sich Omikron eben weniger drastisch auf die Symptome und daraus folgend auf die Notwendigkeit der Hospitalisierung auswirkt.

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        • Johannes Huber 8 Monaten ago

          Ja, das ist korrekt. So anhaltende und massive Veränderungen wie zB in UK deuten mE aber schon sehr stark darauf hin, dass dort eine Welle zurückgeht. Aber natürlich: Mit Sicherheit lässt sich das nicht sagen.

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