ZAHLEN ZUM TAG. Beim Familienlastenausgleichsfonds gibt es einen Überschuss. Das heißt jedoch wenig.
Die Regierung plant, den Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um einen Prozentpunkt auf 2,7 Prozent zu senken. Ein Spielraum scheint vorhanden zu sein: Der FLAF verzeichnet heuer einen Überschuss in Höhe von voraussichtlich 326 Millionen Euro, wie einer Analyse des parlamentarischen Budgetdienstes zu entnehmen ist.
Zurückgeführt wird der Überschuss dort auf die Nicht-Anpassung der Familienbeihilfe im Rahmen des Sparpakets 2025/2026. Mit dem neuen Paket soll diese Maßnahme jetzt bis einschließlich 2028 verlängert werden.
Wobei: Der Überschuss ist relativ. Aus dem FLAF werden mehr als zwei Drittel der Familienleistungen finanziert. Allen voran die Familienbeihilfe, aber auch das Kinderbetreuungsgeld etwa sowie Unterhaltsvorschüsse.
Der Rest, der nicht über den FLAF finanziert wird, entfällt im Wesentlichen auf Kinderbetreuungsangebote. Sie werden aus den Budgets der Gebietskörperschaften finanziert – und dafür fällt laut Statistik Austria eine immer größere Summe an: Allein seit 2015 hat sie sich auf rund vier Milliarden Euro im Jahr 2024 verdoppelt.
