Österreich bleibt Spritpreisparadies

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ZAHLEN ZUM TAG. Auch mit CO2-Bepreisung werden Benzin und Diesel in absehbarer Zeit günstiger sein als in einem europäischen Durchschnitt.

Lang ist die Liste europäischer Staaten (noch) nicht, in denen es erstens eine CO2-Bepreisung und zweitens eine stattliche gibt. Angeführt wird sie von der Schweiz und von Schweden, wo sie vor 30 Jahren (!) eingeführt worden ist und mehr als 110 Euro pro Tonne beträgt. Das ist außergwöhnlich. Österreich würde mit zunächst 30 Euro auch schon zu den Spitzenländern zählen.

Dem ist jedoch ein großes Aber hinzuzufügen: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, zum Beispiel Sprit zu besteuern oder zu bepreisen. Österreich ist diesbezüglich bisher sehr zurückhaltend. Das zeigt ein ADAC-Vergleich unter 17 europäischen Ländern.

Günstiger – und das auch nur ein bisschen – ist Benzin (Super) nur in Tschechien, Ungarn, Polen und Slowenien. Diesel ist überhaupt nur in Polen noch billiger. Dabei ist zu beachten, dass das relativ ist; in diesen Ländern herrscht durchwegs ein niedrigeres Kaufkraftniveau, sind die Preise für die Menschen also höher.

Am höchsten ist der Benzinpreis in den Niederlanden mit knapp zwei Euro, gefolgt von Dänemark mit 1,80 und Italien mit 1,70, Griechenland mit 1,68 und Deutschland mit 1,67 Euro. Im Durchschnitt handelt es sich um 1,53 Euro. Das bedeutet, dass Österreich selbst in den ersten Jahren nach dem Einstieg in die CO2-Bepreisung unter diesem Niveau bleiben wird. 30 Euro pro Tonne CO2 machen den Sprit um acht Cent teurer.

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