EU: Größte Zahler, größte Empfänger

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ZAHLEN ZUM TAG. Österreich spielt aus gesamteuropäischer Sicht nur eine kleine Rolle.

Aus innenpolitischer Sicht könnte man meinen, Österreich sei in der EU einer der ganz großen Nettozahler. Aus gesamteuropäischer Sicht ist das jedoch etwas anders. Dort sind eher die Summen entscheidend, die fließen. Und da spielt Österreich nur eine Nebenrolle.

Die Nettozahlerpositionen sind von Jahr zu Jahr größeren Schwankungen unterworfen. Aussagekräftiger sind daher Durchschnittswerte über einen gewissen Zeitraum hinweg. dieSubstanz.at hat diese auf Basis der Daten ermittelt, die einem Begleitheft zum nationalen Budget 2019 zu entnehmen sind.

Ergebnis: Größer Nettozahler war in diesem Zeitraum – wenig überraschend – Deutschland mit durchschnittlich 12,1 Milliarden Euro pro Jahr. Auf Platz zwei stand Großbritannien, das nun ausgeschieden ist, mit 7,1 Milliarden Euro. Frankreich folgte mit 5,5, Italien mit 4,3 und die Niederlande mit 2,5 Milliarden Euro.

Und Österreich? Österreich brachte es auf eine Nettozahlerposition von einer Milliarde Euro. Freilich, gemessen an der Wirtschaftsleistung ist das relativ (es entspricht gut einem Viertelprozent), im gesamteuropäischen Konzert wird Deutschland mit der zwölf Mal höheren Summe aber dennoch wesentlich mehr Gewicht behalten.

Die größten Netto-Empfänger stehen Österreich übrigens mehr oder weniger nahe: Polen kam 2010 bis 2016 auf durchschnittlich 10,5 Milliarden Euro, Griechenland auf 4,6, Ungarn auf 4,2, Rumänien auf 3,5 und Tschechien auf 3,7 Milliarden Euro.

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