Der große Einbruch

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BERICHT. Steuereinnahmen liegen bereits um mehr als acht Milliarden Euro unter dem noch immer gültigen Bundesvoranschlag.

Das Budget 2020 war schon überholt, als es im Frühjahr von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) inklusive fehlender Nullen vorgelegt worden war. Natürlich: Die Coronakrise hat es schwer bis unmöglich gemacht, zu planen. Wie auch immer: Heute ist der noch immer gültige Bundesvoranschlag mehr denn je daneben. Die Steuereinnahmen liegen bereits um über als acht Milliarden Euro unter Plan.

Von Jänner bis August betrug das gesamte Steueraufkommen 51,24 Milliarden Euro. Geht man von der ursprünglich laut Voranschlag erwarteten Steigerungsrate für das Gesamtjahr aus, hätten es 59,63 Milliarden Euro sein müssen. Um mehr 8,39 Milliarden Euro mehr aus.

Die größte Abweichung in absoluten Zahlen gibt es bei der Umsatzsteuer. Mit 17,42 Milliarden Euro liegt sie um 2,73 Milliarden Euro unter Plan. Bei der Körperschaftsteuer handelt es sich um 2,33 Milliarden Euro, bei der Einkommensteuer um 1,08 Milliarden Euro und bei der Lohnsteuer um 0,78 Milliarden Euro.

In Anbetracht des Gesamtvolumens (18,25 Milliarden Euro) und der Beschäftigungslage mag der relativ kleine Rückgang bei der Lohnsteuer überraschen. Die Kurzarbeit wirkte jedoch ebenso stabilisierend wie die Pensionen – ein wachsender Teil der Lohnsteuer kommt von Pensionisten, die zumindest finanziell nicht betroffen sind von der Krise.

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