Arbeitsmarkt: Problemfall „Akademiker“

ANALYSE. Während sie bei anderen Gruppen sinkt, steigt die Zahl der Akademiker ohne Job. 

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ANALYSE. Während sie bei anderen Gruppen sinkt, steigt die Zahl der Akademiker ohne Job.

Da und dort keimt ja Hoffnung auf dem Arbeitsmarkt: Bei Frauen und Männern mit niedrigeren Bildungsabschlüssen gibt es eine leichte Entspannung. Zwar waren die Arbeitslosenquoten bei bloßen Pflichtschulabsolventen im Juli noch immer extrem hoch (23,1 Prozent österreichweit, 34,9 Prozent in Wien); das war aber immerhin schon ein Zehntel weniger als im Jahr zuvor.

Auf der anderen Seite tut sich ein neues Problem auf: Höchste Bildung bewahrt nicht mehr vor Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil: Bei Uni- und FH-Absolventen ist die Quote österreichweit um ein Zehntel auf 3,8 Prozent gestiegen. In Wien betrug der Zuwachs gar ein Fünftel auf 5,1 Prozent. Sprich: In der Bundeshauptstadt ist bereits jeder 20. Akademiker ohne Job.

Im Hintergrund stehen zumindest zwei Phänomene: Die Zahl der Studienabschlüsse hat sich seit der Jahrtausendwende auf mehr als 26.000 (2015) verdoppelt. Es drängen also mehr Akademiker auf den Arbeitsmarkt. Dieser wiederum ist vor allem aufgrund anhaltend niedriger Wirtschaftswachstumsraten zu angespannt, um alle aufnehmen zu können.

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