Zweimal mehr Gratiszahnspangen als erwartet

ZAHLEN ZUM TAG. Gesundheitsministerin berichtet von über 20.000 Genehmigungen im ersten Jahr. Geringe Nachfrage nur im Burgenland.

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ZAHLEN ZUM TAG. Gesundheitsministerin berichtet von über 20.000 Genehmigungen im ersten Jahr. Geringe Nachfrage nur im Burgenland.

Seit 1. Juli 2015 gibt es die „Gratiszahnspange“ für Kinder und Jugendliche. Eine erste Bilanz zeigt, dass zweimal mehr Kieferregulierungen genehmigt wurden als ursprünglich erwartet worden war. Österreichweit sind es bisher jedenfalls über 20.000 gewesen. Wobei es bemerkenswerte Unterschiede nach Bundesländern gibt.

Mit der Forderung nach einer Gratiszahnspange war der damalige Gesundheits- und heutige Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) in den Nationalratswahlkampf 2013 gegangen. Kinder und Jugendliche bis 19 sollten davon profitieren. Stöger rechnete mit insgesamt 10.000 Fällen. Nach einem Jahr zeigt sich jedoch, dass diese Schätzung allzu konservativ gewesen ist; geworden sind es bisher nämlich 20.412 und da sind noch nicht alle berücksichtigt.

Die Zahlen liefert Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung. Sie hat sie wiederum von den Gebietskrankenkassen und diese haben zum Teil nur „Abrechnungen“ bis 31. März dieses Jahres sowie ausschließlich bisher erstattete Regulierungen gemeldet.

Pikant: Die meisten Gratiszahnspangen gibt es nicht im bevölkerungsreichsten Bundesland Wien (3107), sondern in Oberösterreich (3643). Das verhältnismäßig kleine Vorarlberg folgt wiederum mit 2055. Und im Burgenland herrscht aus unerfindlichen Gründen größte Zurückhaltung; dort sind es „bis dato“ gerade einmal 279.

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