Selbstgemachte Integrationsprobleme

ANALYSE. Für Zuwanderer sind die Hürden für eine adäquate Beschäftigung in Österreich höher als etwa in Deutschland und der Schweiz.

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ANALYSE. Für Zuwanderer sind die Hürden für eine adäquate Beschäftigung in Österreich höher als etwa in Deutschland und der Schweiz.

Hierzulande hat die Arbeitslosenquote unter Nicht-EU-Bürgern im vergangenen Jahr 14,8 Prozent betragen; damit war sie in dieser Gruppe mehr als drei Mal höher als bei österreichischen Staatsbürgern (4,6 Prozent). Viele Gründe sind dafür ausschlaggebend; die wirtschaftliche Lage sowie Herkunft, Bildung und Qualifikation der Zuwanderer beispielsweise. Oder Hürden beim Arbeitsmarktzugang.

Die österreichische Integrationspolitik hat diesbezüglich mehr Handlungsbedarf als die vieler anderer europäischer Staaten. Das jedenfalls lässt sich aufgrund der Daten schließen, die Eurostat erhoben hat: Bei 23 Prozent der Zuwanderer, die zu keiner adäquaten Beschäftigung gekommen sind, lag dies im Jahr 2014 an mangelnden Sprachkenntnissen. Bemerkenswert: Schon in den Nachbarländern ist das anders. Für die Schweiz werden da nur 14,9 und für Deutschland überhaupt nur 9,8 Prozent ausgewiesen (siehe Grafik). Mehr sind es in Europa nur in Finnland (29,7 Prozent), Estland und Luxemburg (jeweils rund 25 Prozent).

Noch höher ist in Österreich die Hürde „Anerkennung von Qualifikationen“: In 23 Prozent der Fälle scheitert daran eine adäquate Beschäftigung. Nur in Italien sind es mehr (25,2 Prozent). In Deutschland sind es 20,6 Prozent und in der Schweiz, wo man bei der Anerkennung offenbar viel schneller und flexibler ist, überhaupt nur 5,1 Prozent.

Auf 100 Prozent fehlende entfallen auf andere Gründe, wie den Aufenthaltsstatus. Diese werden in der Statistik zumindest für Österreich jedoch nicht extra aufgeschlüsselt.

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