Flüchtlinge: Corona blockierte „Mittelmeerroute“

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ZAHLEN ZUM TAG. Seit März sind viel weniger Menschen auf dem See- oder Landweg nach Europa gekommen.

Die Coronakrise hat die sogenannte „Mittelmeerroute“ für Flüchtlinge blockiert. Das ist aus den Zahlen ablesbar, die das UN-Hilfswerk UNHCR führt. Seit März sind demnach deutlich weniger Männer, Frauen und Kinder auf dem See- oder Landweg nach Europa gekommen als in den vergangenen Jahren.

2020 hatte mit mehr Ankünften als in den vergangenen Jahren begonnen. So wurden im Februar 6985 registriert. Im Vorjahr waren es 3974 gewesen. Dabei hatte es sich freilich schon um ein relativ niedriges Niveau gehandelt. In Folge der Flüchtlingskrise 2015 waren es im Februar 2016 noch 61.402 gewesen.

Mit der Coronakrise brachen die Zahlen heuer ein: Im März zählte UNHCR 4292 Flüchtlinge (2019: 4958) und im April 1315. Vor einem Jahr hatte es sich in diesem Monat um vier und vor vier Jahren gar um zehn Mal mehr gehandelt. Im April gab es heuer wieder einen Anstieg auf 3272 – das waren aber noch immer halb so viele wie im vergangenen Jahr. Im Juni wurden nun bis zum achten des Monates 1059 gezählt. Im gesamten Juni 2019 waren es 8990.

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