Burgenland und Flüchtlinge

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ZAHLEN ZUM TAG. Der Landeshauptmann bleibt bei seiner Linie. In keinem anderen Land gibt es so wenige syrische und afghanische Staatsbürger.

Nicht zuletzt mit restriktiver Flüchtlingspolitik ist der burgenländische Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) zumindest in seinem Bundesland erfolgreich (darüber hinaus hat er noch keine Wahl geschlagen). Das stärkt die These, dass man damit ganz besonders dort punkten kann, wo die wenigsten Asylbewerber und -berechtigten leben.

In der ZIB2 vom 30. August sprach sich Doskozil dagegen aus, Flüchtlinge von überfüllten Lagern in Griechenland zu übernehmen. Nicht einmal Kinder. Argument: Es gehe darum, Grenzen zu ziehen. Und die Grenze hier sei die Rechtsstaatlichkeit, sie sei einzuhalten.

Laut Statistik Austria befanden sich Anfang 2020 insgesamt 95.156 syrische und afghanische Staatsbürger in Österreich. 2015 sind mehr als die Hälfte der Asylanträge von syrischen und afghanischen Staatsbürgern gekommen; daher sind sie hier angeführt.

Auf Wien entfallen mit 43.342 knapp 50 Prozent dieser Staatsbürger. Das entspricht dort 22,7 pro 1000 Einwohner. Österreichweit liegt diese Quote bei 10,7. Wobei sie neben der Bundeshauptstadt nur in Vorarlberg höher ist (11,5). In Salzburg ist sie mit 10,4 ziemlich genau durchschnittlich.

Alle anderen Bundesländer liegen darunter. Am Deutlichsten das Burgenland – 831 Syrer und Afghanen entsprechen hier 2,8 pro 1000 Einwohner.

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