Wien: Jugend ohne Perspektive

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BERICHT. Für 18 Lehrstellensuchende gibt es in der Bundeshauptstadt nur eine offene Stelle.

Durch die Coronakrise hat sich die Lage auf dem Lehrstellenmarkt verschärft. Gegenüber dem Vorjahr die Zahl der Stellensuchenden um die Hälfte gestiegen und die der verfügbaren Ausbildungsplätze um ein Viertel zurückgegangen. Die regionalen Unterschiede sind jedoch extrem. Man könnte auch sagen, es handelt es sich um ein Problem, das eher nur Wienerinnen und Wiener trifft.

Auch in Oberösterreich ist die Nachfrage gestiegen und das Angebot zurückgegangen, laut AMS-Daten vom Mai ist es aber noch immer so, dass ein Lehrstellensuchender rein rechnerisch die Wahl zwischen zwei offenen Stellen hat. Mehr offene Stellen gibt es auch in Tirol und Salzburg.

Anders schaut es in der Steiermark, Kärnten, Vorarlberg, dem Burgenland und Niederösterreich aus. Dort ist die Zahl der Lehrstellensuchenden um bis zu zwei Mal größer als die der offenen Stellen.

Und dann wäre da noch Wien. Ein Sonderfall: Laut AMS gab es in der Bundeshauptstadt im Mai 3986 Stellensuchende, aber nur 222 Ausbildungsplätze. Das entspricht einem Verhältnis von 17,95 zu eins.

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