Sommer 2021 bleibt anders

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BERICHT: Konjunkturprognosen: Auf dem Arbeitsmarkt wird eine Normalisierung noch mehrere Jahre auf sich warten lassen.

Selbst wenn sich über den Winter wirkungsvolle Medikamente und eine Impfung durchsetzen, wird der kommende Sommer eher nur epidemiologisch normal. Viele Schäden werden nachhaltig und groß bleiben. Die Arbeitslosigkeit könnte Konjunkturprognosen zufolge nicht einmal bis zum Ende dieser Legislaturperiode 2024 auf das Vorkrisenniveau zurückgehen.

Heuer wird die Wirtschaftsleistung laut WIFO-Prognose vom Juni, auf die man sich in der Regierung nach wie vor stützt, um sieben Prozent einbrechen. Im kommenden Jahr wird es zwar wieder ein Wachstum geben – die 4,3 Prozent werden jedoch nicht ausreichen, um den Rückgang wettzumachen. Das wird zumindest bis 2022 dauern. Was unterm Strich aber eben noch immer auf ein „Nullwachstum“ 2022 gegenüber 2019 hinauslaufen würde.

Stark steigend wird die Staatsverschuldung sein: Heuer wird sich das Defizit nach Maastricht auf voraussichtlich rund zehn Prozent des BIP belaufen und im kommenden Jahr noch immer auf sechs Prozent.

Die Arbeitslosigkeit ist in der Coronakrise sprunghaft angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr (7,4 Prozent) wird sie heuer um ein Viertel auf durchschnittlich 9,7 Prozent zunehmen. 2021 soll sie 8,9 Prozent betragen. Davon geht das WIFO aus. Das Institut für Höhere Studien (IHS) rechnet in einer Mittelfristprognose vom Juli damit, dass sich die Arbeitslosenquote heuer sogar auf etwas mehr als zehn Prozent belaufen wird – und dann nur langsam zurückgehen wird. Zum Ende des Prognosezeitraumes (2024) könnte sie demnach noch immer acht Prozent betragen.

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