Ausländische Börsen florieren

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ZAHLEN ZUM TAG. Coronakrise: Österreichs ATX zählt im internationalen Vergleich zu den Verlieren.

Die Aktienmärkte haben nicht viel mit den wirtschaftlichen Verhältnissen zu tun. Dass sie in Zeiten der größten Krise nach dem Zweiten Weltkrieg nicht „im Keller“ sind, hat unter anderem mit der Bereitschaft von Politik und Notenbanken zu tun, alles Nötige zu tun, koste es, was es wolle – und mit Erwartungshaltungen. Beispiel: Die Einbrüche sind da und dort weniger groß als befürchtet, es könnte bald einen Impfstoff geben – und damit wieder aufwärts gehen.

Und auch wenn bei den einzelnen Indizes nicht zuletzt auch die unterschiedliche Zusammensetzung zu beachten ist, dann ist das schon bemerkenswert: Österreich schneidet nicht gut ab im internationalen Vergleich; ganz im Gegenteil.

Der ATX liegt um 22,5 Prozent unter dem Niveau vom Vorjahr und nur um 4,2 Prozent über dem von Ende Mai. Bei anderen Indizes ist die Erholung deutlich größer ausgefallen: Der chinesische Shanghai Composite-Index ist um 18,2 Prozent höher als vor drei Monaten, der deutsche DAX um 14,9, der amerikanische Dow Jones um 12,7 und der schwedische COMX 30 um 12,6 Prozent. All diese Indizes sind im Übrigen höher als vor einem Jahr.

Bemerkenswert: Der italienische Börsenindex FTSE MIP ist nur noch um 2,2 Prozent niedriger als im August 2019; in den vergangenen drei Monaten hat er bereits um 14,4 Prozent zugelegt.

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