Mindestsicherung macht nicht glücklich

BERICHT. Lebenszufriedenheit laut Statistik Austria bei denen am geringsten, die arbeitslos und arm sind.

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BERICHT. Lebenszufriedenheit laut Statistik Austria bei denen am geringsten, die arbeitslos und arm sind.

Man sollte vorsichtig sein mit Pauschalurteilen wie diesen: Die Mindestsicherung fördert ein Leben in der Hängematte. Sie hält Menschen vom Arbeiten ab. Was dagegen spricht: Die Daten, die die Statistik Austria aus einer Erhebung zur Lebenszufriedenheit 2017 gewonnen hat. Demnach sind die am wenigsten zufrieden, die arbeitslos und arm sind. Sprich: Erstrebenswert kann das eine wie das andere wohl kaum sein.

Ausgewiesen wird die Lebensqualität durch einen Wert auf einer zehnstelligen Skala, die von 0 („Überhaupt nicht zufrieden“) bis 10 („Vollkommen zufrieden“) reicht. Im Schnitt liegen die Österreicher bei 7,9, sind also ziemlich zufrieden.

Es gibt jedoch Unterschiede nach ausgewählten Gruppen: Sehr zufrieden sind summa summarum Schüler, Lehrlinge und Studierende mit einem Wert von 8,4. Erwerbstätige folgen mit 8,1 nur knapp dahinter. Unterdurchschnittlich ist die Zufriedenheit bei Arbeitslosen; sie halten einen Wert von 6,8. Geringer noch ist die Zufriedenheit bei allen, die arm im Sinne von „erheblich materiell depriviert“ sind – mit gerade einmal 5,9 Prunkten.

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