Krankenversicherungsklassen

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ZAHLEN ZUM TAG. Pro-Kopf-Einnahmen und -Ausgaben liefern einen Hinweis auf die berufsständischen Unterschiede.

Auch nach der Zusammenlegung der Krankenversicherungsträger sind berufsständische Trennlinien erhalten geblieben. Kein Wunder: Betroffen waren vor allem die Krankenkassen der Arbeiter und Angestellten, die zur „Österreichischen Gesundheitskasse“ (ÖGK) fusioniert wurden. Beamten und Vertragsbediensteten wurden Eisenbahner und Bergbau-Mitarbeiter sowie Teile der Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe zugeschlagen. Die übrigen Betriebskrankenkassen landeten bei der ÖGK. Die Bauern wanderten wiederum zu den Selbstständigen. Ein Lastenausgleich ist nicht vorgesehen.

Das Ergebnis ist die Fortschreibung unterschiedlicher Klassen. Zum Ausdruck kommt dies auch in den Einnahmen und Ausgaben pro Kopf, die im Handbuch der Sozialversicherungen auf Basis der direkt Versicherten ausgewiesen sind. Bei den Selbstständigen sind sie mit jeweils nur rund 2000 Euro im Jahr 2018 am niedrigsten gewesen, gefolgt von den Bauern. Bei den Krankenkassen beliefen sich die Einnahmen und Ausgaben auf knapp 2700 Euro.

Deutlich höher waren sie bei Beamten und Vertragsbediensteten mit jeweils rund 3400 Euro. Am höchsten waren sie bei den – relativ kleinen – Betriebskrankenkassen sowie den – vergleichsweise wenigen – Eisenbahnern und Bergbaumitarbeitern mit etwas mehr als 3700 Euro.

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