Alt überholt Jung

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ZAHLEN ZUM TAG. Die Alterung beschleunigt sich. 2022 gibt es erstmals mehr ab 65- als unter 20-Jährige. Der Handlungsbedarf wäre groß.

Die Babyboomer-Generation wird auch nicht jünger. Im Gegenteil, sie kommt ins Pensionsalter. Und weil die Geburtenrate niedrig bleibt, beschleunigt sich die gesamtgesellschaftliche Alterung. Besonders in den nächsten Jahren. Entsprechend groß sind die Herausforderungen nicht zuletzt auch für die Politik.

Angenommen, es gibt in den nächsten zehn Jahren ausnahmsweise keine vorgezogenen Nationalratswahlen. Dann ist die Bevölkerung beim übernächsten Urnengang eine ziemlich andere. Eine wesentlich ältere nämlich.

Heute gibt es laut Statistik Austria noch etwas mehr Junge als Alte. 1,68 Millionen ab 65-Jährigen stehen 1,73 Millionen unter 20-Jährige gegenüber. 2022 wird sich das Blatt wenden Und 2029 wird es den Prognosen zufolge einen deutlichen Unterschied geben. Auf der einen Seite werden 1,83 Millionen Junge stehen, auf der anderen Seite 2,1 Millionen Alte. Von 5,47 Millionen auf 5,34 Millionen sinken wird wiederum die Zahl der Männer und Frauen im klassischen Erwerbsalter (20 bis 64).

Das verdeutlicht die vielfältigen Herausforderungen, vor denen die Politik steht. Zum Beispiel:

  • Selbst wenn es geling, mehr Leute dazu zu bewegen, erst mit 65 in Pension zu gehen, werden Zahl und Anteil der Pensionisten zunehmen.
  • Die Gruppe, von der ein Großteil der Pensionsfinanzierung gestemmt wird, wird jedoch kleiner.
  • Mit der Alterung geht auch eine Zunahme der Pflegebedürftigkeit einher.
  • Pflege geht nicht nur ins Geld, sondern ist auch eine Frage des Personals. Es gibt jedoch nicht entsprechend mehr Junge, die dafür infrage kommen würden. Was im Übrigen darauf hinweist, dass die Pflege bei weitem nicht durch Geld allein gesichert werden kann.

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