Regierungs-PR: 19 Millionen Euro in einem Quartal

ZAHLEN ZUM TAG. Wenn’s um Werbung und Öffentlichkeitsarbeit geht, spielt Geld ganz offensichtlich keine Rolle. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Wenn’s um Werbung und Öffentlichkeitsarbeit geht, spielt Geld ganz offensichtlich keine Rolle.

Auf mehr als 19 Millionen Euro beliefen sich die PR-Ausgaben der Regierung im 4. Quartal 2018. Das ist parlamentarischen Anfragebeantwortungen von Kanzler, Vize und Ministern zu entnehmen.

Der SPÖ-Abgeordnete Philip Kucher hatte sich in einer Anfrageserie danach erkundigt, wie hoch „die Gesamtausgaben für Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Informationskampagnen“ gewesen seien. Die meisten Regierungsmitglieder nennen eine Summe für den Zeitraum Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres. Wobei Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) die größte ausweist – mit knapp 3,9 Millionen Euro nämlich. Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) folgt mit 3,7 und Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) mit 3,4 Millionen Euro.

Über einer Million liegen noch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) mit 1,7 Millionen Euro, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit 1,3 und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein mit ziemlich genauer einer Million Euro.

Die Ausgaben beziehen sich jeweils auf das gesamte Ressort. Wobei die Angaben zum Teil mit und zum Teil ohne Umsatzsteuer gemeint sind. Und überhaupt: Auf die Frage nach den Gesamtausgaben listet Schramböck fast 300 Werbeschaltungen auf. In einem Fall ist die Schreibweise ungewöhnlich. Nämlich 3.8784,41 sowie 5.2415,61 Euro für der ORF-Radiosender Ö3. Sofern die Kommastelle korrekt gesetzt ist, müsste es 38.784,41 sowie 52.415,61 Euro heißen. Ausgeklammert von der Frage nach dem Gesamtkosten berichtet Schramböck noch von Agenturkosten in Höhe von 284.700,30 Euro, die den erwähnten Gesamtausgaben wohl noch hinzugefügt werden könnten. 

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