Wir haben ein Demokratieproblem

BERICHT. Landtagswahl-Bilanz: Nur jeder dritte FPÖ-Wähler hält Demokratie uneingeschränkt für die beste Regierungsform. 

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BERICHT. Landtagswahl-Bilanz: Nur jeder dritte FPÖ-Wähler hält Demokratie uneingeschränkt für die beste Regierungsform.

Wir haben ein Demokratieproblem. Das zeigen die Ergebnisse der Wahltagsbefragungen, die das Sozialforschungsinstitut SORA zuletzt zu den Landtagswahlen durchgeführt hat. Gerade einmal zwei Drittel der Österreicher halten Demokratie uneingeschränkt für die beste Regierungsform. Bei den FPÖ-Wählern ist es überhaupt nur ein Drittel.

„Demokratie mag Probleme mit sich bringen, ist aber besser als jede andere Regierungsform“, lautet die Fragestellung im Wortlaut. Antwortmöglichkeiten: „Stimme sehr“, „ziemlich“, „wenig“ oder „gar nicht zu“ sowie „weißt nicht“ und „keine Angabe“. „Stimme sehr zu“ entsprich also einer uneingeschränkten Zustimmung. Bei der Nationalratswahl taten dies insgesamt 72 Prozent. Bei den nunmehrigen Landtagswahlen waren waren es durchwegs weniger, in Salzburg handelte es sich um 64 Prozent.

Ähnlich die Tendenz bei den FPÖ-Wählern: Bei der Nationalratswahl waren es 48 Prozent, bei den Landtagswahlen zwischen 34 Prozent in Niederösterreich und 42 Prozent in Tirol. In Salzburg waren es 35 Prozent.

Auf der anderen Seite hat bei den FPÖ-Wählern der Anteil derer zugenommen, die der Aussage „gar nicht“ zustimmen. Waren es bei der Nationalratswahl neun Prozent, so waren es zuletzt in Kärnten und Salzburg mit 18 bzw. 19 Prozent doppelt so viele. Sämtliche Ergebnisse hat SORA auf seiner Website unter Wahlanalysen zu jedem er erwähnten Urnengänge veröffentlicht.

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