Kurz 155.803, Nehammer 736

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ZAHLEN ZUM TAG. Glück für die ÖVP, dass es die Kanzlerwahl, die sie inszenierte, nie gab.

Wie hier näher ausgeführt, trat die ÖVP bei der Nationalratswahl 2019 als „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ an und präsentierte ihn als „Dein Kanzler“ (angesprochen waren Betrachter der Wahlplakate). Diese Fokussierung auf die Persönlichkeit hat sie nicht erfunden, aber verstärkt.

In Wirklichkeit gibt es keine Kanzlerwahl, geht es bei Nationalratswahlen noch immer ausschließlich um Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten. Wobei das Persönlichkeitswahlrecht in ihrem Sinne unterentwickelt ist und eher nur der Mobilisierung für den Spitzenkandidaten dient. Vor zwei Jahren nützte es der ÖVP und Sebastian Kurz. Heute ist es ein Glück für sie, dass das Vorzugsstimmen-Ergebnis keine weitere Bedeutung hat, insbesondere auch für die Kanzlerschaft: Sebastian Kurz erhielt 155.803, Nehammer 736 (auf Bundes- und Wiener Landesliste).

Für eine Kanzlerschaft nötig sind allein die Unterstützung des Bundespräsidenten und einer Mehrheit auf parlamentarischer Ebene. Für den Nationalrat muss man nicht kandidiert haben.

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