Don’t Smoke: Wer das Rauchen eher (nicht) sein lässt

ZAHLEN ZUM TAG. Entwicklung des Raucheranteiles nach formaler Bildung bei Stellungspflichtigen. Extrem unterschiedlich und politisch aufschlussreich.

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ZAHLEN ZUM TAG. Entwicklung des Raucheranteiles nach formaler Bildung bei Stellungspflichtigen. Extrem unterschiedlich und politisch aufschlussreich.

Aussagekräftigere Gesundheitsdaten als jene, die im Rahmen der Musterung beim Bundesheer erhoben werden, gibt es selten; da werden praktisch alle Männer eines Jahresgangs erfasst. Soviel vorweg. Jetzt zum Raucherstatus: Laut den Ergebnissen gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem formalen Bildungsstand und dem Raucheranteil. Wer keinen positiven oder maximal einen solchen Pflichtschulabschluss hat, raucht viel eher als ein 18-Jährger, der eine höhere Schule besucht. Das ist das eine.

Das andere: Die längerfristige Entwicklung, die die Statistik Austria in den Gesundheitsjahrbüchern ausweist, zeigt, dass Letztere das Rauchen auch noch viel eher sein lassen (bzw. gar nicht erst anfangen damit). Im Jahr 2000 haben 65,8 Prozent der Stellungspflichtigen ohne Pflichtschulabschluss geraucht. Bis 2010 ist der Anteil leicht gestiegen und dann wieder auf das Ausgangsniveau zurückgekehrt. In weiterer Folge sank er signifikant auf 55,7 Prozent.

Von 2000 bis 2016 entspricht das einem Rückgang von gute einem Sechstel. Etwas stärker (von 56,4 auf 41,8 Prozent) fiel er bei all jenen aus, die einen Pflichtschulabschluss hatten. Mehr als halbiert hat sich der Anteil dagegen bei Besuchern einer höheren Schule – von 34,5 auf 14,8 Prozent.

Diese Zahlen machen wohl auch nachvollziehbar, warum besonders die FPÖ so raucherfreundlich ist: Sie wird eher von Personen mit formal (!) niedrigerem Bildungsstand gewählt, die eben auch eher rauchen. Bei der Nationalratswahl kam sie laut SORA bei Personen, die über die Pflichtschule nicht hinausgekommen sind, auf 33 Prozent. Bei Maturanten musste sie sich dagegen mit zehn Prozent begnügen.

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