Schatten über den Landtagswahlen

BERICHT. Wahlbeteiligung zum Teil stark gesunken: Viel weniger Mobilisierungskraft als die Bundespolitik.

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BERICHT. Wahlbeteiligung zum Teil stark gesunken: Viel weniger Mobilisierungskraft als die Bundespolitik.

Auch für die Wahlsieger liegt ein Schatten über den Landtagswahlen, die heuer stattgefunden haben. Die Wahlbeteiligung ist durchwegs zurückgegangen und hat überall weniger als 70 Prozent betragen. Kein Vergleich zu den Nationalratswahlen vom vergangenen Herbst – was zeigt, dass die Mobilisierungskraft der Bundespolitik wesentlich größer war.

Gegenüber der Landtagswahl 2013 ist die Wahlbeteiligung in Kärnten von 75,2 auf 68,6 Prozent gesunken, in Salzburg von 71 auf 65 und in Niederösterreich von 70,9 auf 66,6 Prozent. Was das bedeutet, lässt sich unter anderem durch die Zahl der abgegebenen Stimmen verdeutlichen: Handelte es sich vor fünf Jahren in Niederösterreich um 995.273, so waren es nun lediglich 922.807. Die Zahl der Wahlberechtigten ist daneben nur leicht von 1,40 auf 1,39 Millionen gesunken. In Tirol ging die Wahlbeteiligung auf ohnehin schon niedrigem Niveau von 60,4 auf 60 Prozent zurück.

Ganz anders die Verhältnisse bei der Nationalratswahl 2017, die im Zeichen der Flüchtlingskrise stand und bei der wohl auch die Kanzlerfrage durch den damaligen Christian-Kern-Herausforderer Sebastian Kurz mobilisierend wirkte: In sämtlichen Ländern war die Wahlbeteiligung viel höher, in Niederösterreich mit 84,8 Prozent sogar um rund 18 Prozentpunkte höher als zuletzt.

Wobei man zwar berücksichtigen muss, dass die Wahlbeteiligung bei Nationalratswahlen in diesen Ländern meist über der bei Landtagswahlen liegt. Die Unterschiede haben sich zuletzt jedoch massiv ausgeweitet.

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