Österreichs kleinste Steuer schwindet

BERICHT. Bodensee-Fischereiabgabe brachte Vorarlberg zuletzt exakt 27.759,90 Euro im Jahr. 

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BERICHT. Bodensee-Fischereiabgabe brachte Vorarlberg zuletzt exakt 27.759,90 Euro im Jahr.

Die Steuerhoheit der Bundesländer wird wohl auch im Zuge des nächsten Finanzausgleichs nicht ausgebaut werden. Zu groß ist der Widerstand dagegen. Die Abgaben, die die Länder einheben, bleiben damit verhältnismäßig klein. Extrembeispiel: die Vorarlberger Bodensee-Fischereiabgabe. Ihr Volumen ist zuletzt noch weiter gesunken.

Wer ein Fischereirevier bewirtschaftet, muss zumindest im österreichischen Teil des Bodensees eine Abgabe von mindestens 50 Euro entrichten. Und zwar „zur Deckung des Aufwandes des Landes (Vorarlberg) für fördernde Maßnahmen im Bereich der Binnenfischerei“, wie es im entsprechenden Gesetz heißt.

Weit kommt das Land mit dem Ertrag jedoch nicht mehr: Laut Rechnungsabschluss 2014 waren es in diesem Jahr exakt 27.759,90 Euro. Damit handelt es sich um die – sehr wahrscheinlich – kleinste Steuer der Republik. Das Volumen ist zuletzt eher gesunken; 2013 betrug es 28.807,70 Euro und 2012 ungewöhnlich große 47.971,60 Euro.

Zumindest die professionelle Bodenseefischerei befindet sich in einer Krise. Immer mehr Berufsfischer geben auf. Grund: Weil die Wasserqualität steigt, gibt es immer weniger Nährstoffe – und damit auch immer weniger Barsche, Felche und Co.

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