Mit 20 geht’s in die Stadt

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ZAHLEN ZUM TAG. … und mit 30 wieder zurück aufs Land: Wanderungsbewegungen nach Altersgruppen in Österreich.

ÖVP-Klubobmann August Wöginger findet es unerträglich, dass junge Leute aus bürgerlichem Haus in die Stadt gehen und dann später als Grüne von dort zurückkehren. Wieviele das tun, lässt sich nicht feststellen. Und überhaupt: Es ist ohnehin ihre Sache, ein Familienwahlrecht, das auch Kinder ab 16 umfasst, gibt’s (noch) nicht.

Was sich sagen lässt, ist das Ausmaß der Wanderungsbewegungen zwischen ländlichen und urbanen Regionen nach Altersgruppen. Dazu weist die Statistik Austria einen Saldo aus. Das Ergebnis lässt sich so zusammenfassen: Mit kleinen Kindern geht’s eher aufs Land. 20-Jährige zieht’s in die Stadt und dann mit 30 sehr viele wieder zurück. Und: In weiterer Folge werden die Bewegungen wieder ausgeglichener, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass die Leute sesshafter werden.

Konkret gibt es im Wanderungssaldo nach Altersgruppen drei Spitzen: Bei 0- bis 4-Jährigen wandern um 2841 mehr Kinder (in der Regel wohl) mit ihren Eltern von urbanen in ländliche Regionen als umgekehrt. Bei 20- bis 24-Jährigen geht’s in die Gegenrichtung, es zieht um 3421 mehr junge Männer und Frauen in die Stadt. Kein Wunder: Die Unis sind in den Zentren angesiedelt. Bei 30- bis 34-jährigen geht’s sehr oft wieder retour, es wandern um 2384 mehr in ländliche Regionen.

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Für dieses Statistik berücksichtigt sind ausschließlich österreichische Staatsbürger sowie die Binnenwanderung. Stand: 2018. Über alle Altersgruppen hinweg gibt es einen leichten Überhang der Wanderung aufs Land (6309).

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