Mindestsicherung: Auf Vorkrisenniveau

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ZAHLEN ZUM TAG. In Wien gibt es wieder so wenige Bezieher wie vor dem Jahr 2015. Doch das sind noch immer sehr viele.

Die Kürzung der Mindestsicherung, die von ÖVP und FPÖ fixiert worden ist, ist noch nicht in Kraft, doch die Zahl der Bezieher sinkt trotzdem. Auch in Wien, wo die meisten zu Hause sind. Dort ist der November-Wert der niedrigste zumindest seit 2014.

125.432 Personen bezogen im November in der Bundeshauptstadt eine Leistung im Rahmen der Mindestsicherung: Bei drei Vierteln handelte es sich um eine Zuzahlung, weil sie sonst zu wenig hatten. Bei 15 Prozent um eine Beihilfe für Pensionisten. Und bei nur zwölf Prozent um die volle Mindestsicherung.

Im November 2018 hatte es noch knapp 130.000 Bezieher gegeben. Bemerkenswert: Bei Männern ist der Rückgang seither mit 4,7 Prozent wesentlich größer als bei Frauen mit 1,8 Prozent. In den Jahren davor war die Zahl der Bezieher durchwegs größer. Besonders in Folge der Flüchtlingskrise 2015. 2016 betrug sie im November rund 144.000. Anfang 2017 erreichte sie mit 152.049 den absoluten Höchststand.

Bemerkenswert ist auch die Zusammensetzung der aktuellen Mindestsicherungsbezieher nach Alter: 34 Prozent sind „Kleinkinder, Kinder mit Schulpflicht sowie SchülerInnen bis 21 Jahre“, wie es in einem Bericht der Stadt Wien heißt. Neun Prozent sind Jugendliche bis 24 ohne Schulbesuch, 16 Prozent Ältere und Erwerbsunfähige. Bleiben 41 Prozent grundsätzlich Erwerbsfähige.

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