Dreimal 459 Einwohner, drei verschiedene Wahlergebnisse

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ZAHLEN ZUM TAG. Nesselwängle (Tirol), Rohr im Gebirge (NÖ) und Schnepfau (Vbg) sind genau gleich klein, ländlich und bürgerlich – im Übrigen aber sehr unterschiedlich.

Die ÖVP ist am Land sehr stark, Grüne und Neos tun sich im Unterschied dazu extrem schwer. Bei der Landtagswahl in Vorarlberg hat sich gezeigt, dass das nicht ganz korrekt ist. Ein Vergleich der Nationalratswahlergebnisse von drei ländlichen Gemeinden mit gleich vielen Einwohnern untermauert dies.

Nesselwängle in Tirol, das niederösterreichische Rohr im Gebirge und Schnepfau in Vorarlberg haben dies und jenes gemeinsam. Sie sind zum Beispiel recht abgeschieden von urbanen Zentren. Und zum 1. Jänner 2019 hatten sie laut Statistik Austria jeweils 459 Einwohner.

Die Nationalratswahlergebnisse waren im einen oder anderen Punkt jedoch sehr unterschiedlich: Einzig die türkise ÖVP konnte sich durchwegs mit überwältigenden Mehrheiten behaupten. Und war mit 57,7 Prozent (Schnepfau) bis 68,6 Prozent (Nesselwängle). Die SPÖ war überall schwach, in Rohr im Gebirge schaffte sie aber immerhin 13,4 Prozent. In Schnepfau waren es gerade einmal 2,6 Prozent. Ähnlich bei den Freiheitlichen, die über 16,6 Prozent (Rohr im Gebirge) nicht hinauskamen.

Bemerkenswerter noch sind die Ergebnisse der beiden übrigen Parteien, die es in den Nationalrat geschafft haben: Die Grünen und die Neos tun sich am Land grundsächlich schwer. Aber eben nicht überall: Die Grünen erreichten in Nesselwängle 5,2 und in Rohr im Gebirge 6,7 Prozent, in Schnepfau jedoch 14,4 Prozent. Die Neos wurden dort mit 15,5 Prozent sogar zweitstärkste Partei. In Nesselwängle mussten sich jedoch mit sieben und im niederösterreichischen Rohr im Gebirge überhaupt nur mit 3,6 Prozent begnügen.

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