Beruf „Hausfrau“ stirbt aus

ZAHLEN ZUM TAG. Statistik Austria hat sich angeschaut, wieviele Erwachsene dauerhaft daheim und nicht erwerbstätig sind. Ergebnis: Kaum welche.

 
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ZAHLEN ZUM TAG. Statistik Austria hat sich angeschaut, wieviele Erwachsene dauerhaft daheim und nicht erwerbstätig sind. Ergebnis: Kaum welche.

Der Beruf „Hausfrau“ stirbt aus; und das liegt nicht etwa daran, dass sich der „Hausmann“ durchsetzen würde. Es handelt es sich vielmehr um eine generelle Entwicklung hin zu mehr Erwerbstätigkeit. Das zeigt eine Auswertung, die die Statistik Austria vorgenommen hat. Wieviele Erwachsene sind dauerhaft daheim und nicht erwerbstätig? So lautete die Untersuchungsfrage. Ergebnis: Der Anteil der Frauen, auf die das zutrifft, liegt ebenso wie der der Männer im einstelligen Prozentbereich; und zwar im niedrigen.

Aus den verfügbaren Daten für 2010 bis 2016 hat die Statistik Austria all jene herausgerechnet, die auf 20- bis 54-Jährige zutreffen, die in dem erwähnten Zeitraum weder einer Erwerbsarbeit nachgingen, noch in Pension, Ausbildung oder Arbeitslosigkeit waren. Anders ausgedrückt: Übrig geblieben sind all jene, zu denen entweder keine Informationen vorlagen oder die (z.B. beim Partner) mitversichert waren: Darunter fallen unter anderem „klassische Hausfrauen“ und „Dauergäste im Hotel Mama“, wie es im Studienbericht heißt.

Bemerkenswert ist, dass diese Gruppe insgesamt verschwindend klein ist: Nach Bundesländern handelt es sich um 2,6 Prozent Frauen in Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich bis 3,4 Prozent in Kärnten und Tirol. Woraus die Studienautoren schließen: „Die Arbeiten im Haushalt werden heutzutage von den meisten Personen neben einer Erwerbstätigkeit erledigt. Auch zur Versorgung der Nachkommen ziehen sich die meisten nur temporär vom Arbeitsmarkt zurück.“ Woraus man auf der anderen Seite auch auf eine Schattenseite schließen kann, die da Doppelbelastung lautet.

Zum Thema ist vom Autor auch ein Artikel in den Vorarlberger Nachrichten erschienen > Weiter (Abo)

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