Von der zweiten in die dritte Welle

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ZAHLEN ZUM TAG. In den meisten Nachbarländern von Österreich spitzt sich die Corona-Lage wieder zu.

Mitte November, als auch in Österreich der Höhepunkt der zweiten Welle bestätigter Neuinfektionen erreicht war, gab es Grund zur Hoffnung. In mehreren Nachbarländern war es bereits zu einer Entspannung der Pandemie gekommen, in Slowenien war zumindest eine Stabilisierung auf hohem, in Deutschland auf relativ niedrigem Niveau verzeichnet worden. Mittlerweile verdichten sich jedoch die Hinweise darauf, dass die zweite Welle direkt in eine dritte übergehen könnte: In der Mehrheit der Nachbarländer steigen die Zahlen wieder.

Aus österreichischer Sicht besonders alarmierend: In Tschechien, wo man sich notgedrungen ebenfalls zu einem harten Lockdown entschlossen hatte, ist die Zahl bestätigter Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche von über 800 auf rund 250 eingebrochen und jetzt wieder auf über 350 geklettert. In der Slowakei, wo es einen Massentest gegeben hat, verzeichnet man ebenfalls wieder eine stark steigende Tendenz und hält eine Inzidenz von rund 300.

Slowenien bleibt buchstäblich bei 500 kleben. In der Schweiz ist zunächst eine Halbierung auf 300 geglückt, gibt es nun aber so starken Zuwächse, dass neue Beschränkungen ergriffen werden. Ähnliches gilt für Deutschland, wo die Inzidenz am Wochenende auf 169 gestiegen ist.

Eine Entspannung verzeichnet in der Nachbarschaft zur Zeit nur Ungarn und Italien, das gerade unter 200 gerutscht ist. Bei Italien ist das insofern bemerkenswert, als es dort im Herbst keinen flächendeckenden, sondern ausschließlich regionale Lockdowns gegeben hat.

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