Relativ entspannt

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ZAHLEN ZUM TAG. COVID-19: Es gibt noch immer recht wenige Spitalspatienten. Aus nachvollziehbaren Gründen.

Die COVID-19-Kurven wirken beruhigend: Hatte es Anfang April mehr als 1000 Spitals- und über 200 Intensivpatienten gegeben, so handelte es sich zuletzt noch immer nur um 135 bzw. 23 (Stand: 24. August). Die Auslastung der Spitalskapazitäten lag damit weiter im niedrigen, einstelligen Prozentbereich. Genauer: ein Prozent bei Spitals- und drei Prozent bei Intensivbetten, wie dem Dashboard des Gesundheitsministeriums zu entnehmen ist.

Wie passt das mit dem Anstieg bestätigter Neuinfektionen zusammen? Zunächst muss die Zeitachse berücksichtigt werden: Wer sich heute infiziert, wird – vereinfacht ausgedrückt – morgen getestet, erfährt übermorgen das Ergebnis und liegt bei einer schwerwiegenden Erkrankung überhaupt erst überübermorgen im Spital. Im Frühjahr gab es die größte Spitalsauslastung denn auch erst zwei Wochen nach der Phase mit den meisten Neuinfektionen.

Anders als im Frühjahr werden heute außerdem mehr Personen positiv getestet, die keine Symptome aufweisen; das sind „leichte Fälle“, sozusagen. Vor allem aber hat sich die Altersstruktur bei den Infizierten radikal geändert: Laut staatlicher Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen bei 15- bis 24-Jährigen zuletzt mehr als 30. Bei Menschen ab 75, bei denen eher schwere Erkrankungsverläufe festgestellt werden, sind es weniger als fünf. Ende März, Anfang April waren dagegen deutlich mehr Ältere als Jüngere infiziert.

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