Woher der Facharbeitermangel kommt

ANALYSE. Immer weniger Lehrlinge – und zugleich extrem viele Abbrüche, vor allem in Wien. 

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ANALYSE. Immer weniger Lehrlinge – und zugleich extrem viele Abbrüche, vor allem in Wien.

Die Beschäftigungslage insgesamt mag angespannt sein, es gibt aber auch einen Facharbeitermangel. Metaller, Tapezierer und Maler etwa werden dringend gesucht; ganz zu schweigen von Computerspezialisten. Ein Teil des Problems ist ganz offensichtlich im Lehrlingssektor zu finden; die Zahl der Lehrlinge geht kontinuierlich zurück, während jene der Abbrüche zunimmt.

Auf 100 Österreicher kommt nur noch ein Lehrling: Gab es im Jahr 2009 noch 131.996 junge Frauen und Männer, die sich in einer entsprechenden Ausbildung befunden hatten, so waren es im vergangenen Jahr 109.963 – ein Sechstel weniger also.

Doch das ist noch nicht die ganze Misere. Dazu kommt, dass es extrem viele Lehrabbrüche gibt, wie Daten zu entnehmen ist, die Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung gegenüber den NEOS präsentiert: Seit 2009 wurden 198.874 Lehrverträge fixiert, aber nur 124.891 –Abschlüsse im selben Betrieb verzeichnet. In mehr als einem Drittel der Fälle ist also kein entsprechender Abschluss zustande gekommen. Wobei es bei diesem Anteil extrem große Unterschiede nach Bundesländern gibt – zwischen 28,6 Prozent in Oberösterreich und 48,3 Prozent in Wien.

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