Wahrgenommener Antisemitismus

-

ZAHLEN ZUM TAG. Wie sich die Einschätzungen der Österreicherinnen und Österreicher in wenigen Jahren verändert haben.

Der Anteil der Österreicherinnen und Österreicher, die der Überzeugung sind, dass Antisemitismus hierzulande in den vergangenen fünf Jahren zugenommen hat, ist stark gestiegen: Bei einer Eurobarometer-Erhebung Ende 2018 handelte es sich um 33, zuletzt, im November 2025, um 50 Prozent.

Bei den Erhebungen ist auch abgefragt worden, ob es im Land ein Problem in Bezug auf bestimmte Formen von Antisemitismus gebe. Je 63 Prozent orteten ein solches im vergangenen November aufgrund von antisemitischen Graffiti oder Vandalismus an jüdischen Einrichtungen sowie Antisemitismus im Internet, einschließlich sozialen Medien.

60 Prozent taten es aufgrund von Holocaust-Leugnern und je 58 Prozent von feindseligen Äußerungen und Drohungen gegen Juden sowie die Schändung jüdischer Friedhöfe, 52 Prozent aufgrund körperlicher Angriffe gegen Juden. Die Anteile sind durchwegs deutlich höher als vor sieben Jahren.

Fast jede vierte befragte Person in Österreich (23 Prozent) gibt an, jüdische Freunde oder Bekannte zu haben. Das sind etwas mehr als in allen EU-Ländern zusammen (22 Prozent), in denen die Werte in Bezug auf wahrgenommen Antisemitismus sehr ähnlich sind wie in Österreich.

dieSubstanz.at ist ausschließlich mit Ihrer Unterstützung möglich. Unterstützen Sie dieSubstanz.at gerade jetzt >

dieSubstanz.at – als Newsletter, regelmäßig, gratis

* erforderliche Angabe


Könnte Sie auch interessieren

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner