Vorarlberg pokert hoch

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ANALYSE. Zumindest in Wien ist die Entwicklung auf dem Intensivstationen zuletzt ziemlich genau dem Infektionsgeschehen gefolgt.

Die Inzidenz bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist nicht ganz belanglos geworden. Zumindest in Wien hat sich zuletzt bestätigt, dass das noch immer ein aussagekräftiger Frühindikator im Hinblick auf die Entwicklung auf den Intensivstationen sein kann.

Siehe Grafik: In Wien ist die Inzidenz in der zweiten Februarhälfte über 100 gestiegen bzw. kontinuierlich weiter gewachsen. Ende Februar begann parallel dazu auch die Zahl der Intensivpatientinnen und Patienten von 69 an zu steigen. Anfang April erreichte die Inzidenz mit deutlich mehr als 300 ihren Höchstwert. Erst Mitte April folgte ebendieser mit 245 Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation. Das war der höchste Wert in der gesamten Pandemie bisher. Seither sinkt auch er.

Wird es in Vorarlberg nun ähnlich laufen? Das Land hat sich bereits auf den schlimmsten Fall vorbereitet, die Intensivkapazitäten sind zuletzt von 52 auf 59 Betten erhöht worden. Im März war an mehreren Tagen nur eines belegt, am 21. April waren es 14, in den vergangenen Tagen aber wieder sieben bis acht. Das überrascht, lässt aber wohl noch kaum eine Aussage darüber zu, was zu erwarten ist.

Das Infektionsgeschehen trifft auch in Vorarlberg zunehmend Jüngere. Bei ihnen kann es ebenfalls zu schweren Erkrankungsverläufen kommen. Ältere sind durch Impfungen zu einem größeren Anteil geschützt – insbesondere auch als in Wien vor ein, zwei Monaten.

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