Virenschwemme

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ZAHLEN ZUM TAG. In Vorarlberg wird das bestätigte Infektionsgeschehen durch Abwasserproben eindrucksvoll abgebildet.

Abwasserproben gelten als Baustein der Lagebeurteilung in dieser Pandemie, sie bilden das Infektionsgeschehen frühzeitig ab. Personen, die sich angesteckt haben, scheiden Virenpartikel meist schon einige Tage vor dem Auftreten von Symptomen aus. Die in den Exkrementen enthaltenen Erbinformationen können im Abwasser nachgewiesen werden.

In Vorarlberg zeigt sich das eindrucksvoll, wie Daten von sechs Abwasserreinigungsanlagen zu entnehmen ist, die das Land auf seiner Website zusammengefasst veröffentlicht. Gegenüber dem Durchschnittswert vom Oktober hat sich die Virenkonzentration dort in der zweiten Novemberhälfte vervielfacht; und zwar um das bis zu Zehnfache.

Die Inzidenz bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist ebenfalls stark gestiegen. Mitte Oktober war sie noch zweistellig, zuletzt bereits vierstellig. Trends und die Prognose des Gesundheitsministeriums deuten nun immerhin auf eine Stabilisierung hin – auch im Abwasser wurde zuletzt eine weniger extreme Virenkonzentration festgestellt.

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