ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich haben vergleichsweise viele Haushalte noch nie den Anbieter gewechselt. Das ist ein Problem.
Bei einer Eurobarometer-Befragung zum „Verbraucherverhalten in der Energiewende“ ist unter anderem die Frage gestellt worden, wann Haushalte zum letzten Mal den Stromversorger gewechselt haben. In Österreich zum Beispiel relativ wenige in den vergangenen zwölf Monate – und sehr viele noch nie: Mit 47 Prozent ziemlich genau jeder zweite nämlich.
EU-weit handelt es sich mit 25 Prozent nur um jeden vierten. In Finnland und Schweden sind es gar nur zehn Prozent sowie in Spanien sieben und in Italien überhaupt nur vier Prozent. Umgekehrt sind es in lediglich drei Ländern deutlich mehr als in Österreich, wenn man Zypern und Malta außer acht lässt, wo ein Wechsel nicht möglich ist: in Ungarn mit 68, Kroatien mit 75 und Bulgarien mit 81 Prozent.
Aus Sicht der österreichischen Stromversorger, die sich meist in öffentlicher bzw. Länderhand befinden, ist das gut: Wenn Kunden eher nicht wechseln, fällt ein Grund weg, Preise auf ein möglichst niedriges Niveau zu drücken.
